© 2019 TSV Stahringen 1920/58 e. V.

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CHRONIK DES TSV STAHRINGEN 1920/58 e.V.

Vereinsgründung und unsere frühen Jahre

Der Turnverein Stahringen wurde 1920 von jungen Idealisten gegründet. Geturnt wurde erstmals im Winter 1920/21 im Torkel des Rathauses. In den Folgejahren entwickelte sich ein aktives Vereinsleben mit der Teilnahme an Turnfesten und Schauturnen. Der Erwerb der wertvollen Turnvereins-Fahne wurde 1931 im Rahmen einer großen Fahnenweihe gefeiert.

Mit dem Ausbruch des 2. Weltkrieges wurden die Aktivitäten für sehr lange Zeit unterbrochen.

An der Wiedergründung im Jahr 1958 war die Familie Mohr, mit den Brüdern Bernhard, Willi und Felix, sowie Ewald Weber federführend.

Die Vorstandschaft setzte sich zusammen aus Ernst Keller sen., Georg Forster sen., Karl Birr, Alfons Weber, Bernhard Mohr, Ludwig Wieser sen., Peter Sauter sen., Julius Speck und Josef Mohr.

Der sportliche Schwerpunkt lag nun auf der Leichtathletik.

Die 60er - 80er Jahre

 

1968 wurde der Verein erweitert. Seither besteht der TSV aus einem Gesamtvorstand und zwei selbständigen Abteilungen Turnen/Leichtathletik und Fußball.

Großen Anteil an der Entstehung des schön gelegenen Homburg-Sportplatzes hatte der damalige stellvertretende Bürgermeister Hans Walk sowie viele fußballbegeisterte Vereinsmitglieder. In unzähligen Arbeitsstunden wurde der neue Platz geschaffen, der am 14. Juli 1968 eingeweiht wurde.

Gewählt wurden 1969 Johann Sauter und Hans Fischer als 1. bzw. 2. Vorsitzender des Gesamtvereins und 1968 in der neuen Abteilung Fußball Josef Hassler (Abteilungsleiter), Manfred Rehm (stellvertretender Abteilungsleiter), Heinrich Renz (Kassier) und Rolf Lamprecht (Schriftführer). Viel Engagement für Fußball zeigte Albert Bohn damals Trainer der 1. Mannschaft, später Jugendtrainer und –Leiter und Schiedsrichter. Walter Drexler war in der Leichtathletik wie im Fußball Trumpf der Stahringer und engagierte sich von 19xy - 19xy als Fußball Jugendtrainer.

1983 durfte der TSV die internationalen Bodensee-Crosslauf-Meisterschaften ausrichten.

1980 wurde die Abteilung Fußball um ein Radteam ergänzt. Von 1982 bis 1990 bereicherte eine erfolgreiche Fußball-Damenmannschaft den TSV, der auch 1986 der erste Aufstieg im TSV in die Bezirksliga gelang.

In den 80er-Jahren erzielte die Abteilung Fußball herausragende sportliche Erfolge:

  • 1984 C-Jugend erringt die erste Meisterschaft für den TSV

  • 1986 B-Jugend wird Meister

  • 1989 1. Mannschaft wird Meister und steigt (für 1 Jahr) in die Kreisliga A auf

Die 90er Jahre

Über viele Jahre war der TSV erfolgreich in der Leichtathletik, belegt ist dies durch die erfolgreiche Teilnahme an internationalen Bodensee-Meisterschaften, an Badischen, -Württembergischen und Deutschen Meisterschaften und an Senioren-Weltmeisterschaften. Denise Drexler erzielte 1994 einen dritten Rang beim Deutschen Turnfest in Hamburg. Bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften der weiblichen Jugend A erreichten Denise Drexler, Stefanie Balla und Antonia Lozito 1998 einen hervorragenden 6. Platz im Mannschafts-Siebenkampf, zudem gewannen sie die Baden-Württembergischen Meisterschaften. Stahringer Leichtathletinnen halten noch heute internationale Bodensee- und Badische Rekorde.

Seit 1983 erzielen die Stahringer Leichtathleten ihre Erfolge unter dem Lauftreff Radolfzell und seit 1996 unter LG Hegau-Bodensee. Kontakte wurden gepflegt zu den Leichtathleten aus Istres, der französischen Partnerstadt von Radolfzell und bereits aus der Zeit vor dem Fall der Mauer zu Senftenberg (Brandenburg).

Highlights der Abteilung Fußball in den 90er-Jahren:

  • 1991 Eddy Uwimanu, schwarze Perle /Fußball-Nationalspieler aus Ruanda spielte und zauberte für den TSV (Student Carl-Duisberg)

  • 1993 Fußballturnier für die Radolfzeller Grundschulen. Bei den Erst- und Zweitklässlern wie auch bei den Klassen drei und vier gewann Stahringen (dies ist auch ein Erfolg der Kooperation mit unserer Grundschule).

  • 1999 D-Jugend wird Meister für den TSV

Aus Anlass des 25-jährigen Jubiläums der Abteilung Fußball im TSV spielte am 13. Juli 1993 das Team des SC Freiburg aus der Ersten Fußball-Bundesliga gegen den erfolgreichen Oberligisten SC Pfullendorf auf dem Homburg-Sportplatz. Vor über 3.000 Zuschauern siegte der SCF, der ohne Gage mit Trainer Volker Finke und Nationalspieler Jens Todt antrat, mit 1:0. Ermöglicht wurde dieses einmalige Ereignis durch Achim Stocker, rühriger Präsident des SC Freiburg, der in Stahringen aufgewachsen ist.

Die Entwicklung im Fußball bereitet dem Verein schon jahrelang Sorgen, daß den Mannschaften, insbesondere in den Wintermonaten, keine ausreichende Trainingsmöglichkeiten zur Verfügung steht.

Deshalb bemüht sich den TSV schon seit 1980 ununterbrochen um die Erstellung eines Sportplatzes mit Flutlicht. 1991 sind deshalb von der Stadt Radolfzell neben dem jetzigen Platz Grundstücke für ein Sportgelände erworben worden. Damit würde ein langersehntes Bedürfnis für die breite sportbegeisterte Einwohnerschaft erfüllt, insbesondere auch zur weiteren Förderung der Jugendarbeit.

Am 15.4.1995 wurde das TSV-Heim durch einen Brand völlig zerstört. In der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 17.11.1995 wurde ein Neubau in Eigenarbeit beschlossen. Nach der Baufreigabe im Mai 1996 konnte nach nur 9 Wochen am 13.7.1996 Richtfest gefeiert werden. Die Einweihung war am 28.9.1997 nach 13 Monaten für das Genehmigungsverfahren und knapp 1 ½ Jahren Bauzeit. In einer Sonderausgabe ´´TSV-Kurier´´ ist diese einmalige Gemeinschaftsleistung dokumentiert, der Werdegang in einem Extrablatt von Johann Sauter für die Nachwelt gereimt. Die gesamte Baumaßnahme einschließlich dem Kanalanschluß umfaßte 580.000 DM. Hierin enthalten sind 130.000 DM Eigenleistungen (6.500 Std.) von über 100 freiwilligen Fachkräften und Helfern. An Spenden konnten wir über 70.000 DM verbuchen. 130.000 DM bekamen wir als Schadensausgleich von der Gebäudeversicherung. Über die Zuschüsse der Stadt von 60.000 DM und vom Badischen Sportbund (Toto-Lotto-Mittel) über 115.000 DM sind wir ebenfalls sehr dankbar. Der große Einsatz hat sich gelohnt, wir haben die Chance genutzt.

Möge das Heim ein Ort sein wo es sich lohnt, sich einzubringen, wie generell im TSV.

1995 feierte der TSV mit der Dorfgemeinschaft sein 75-jähriges Jubiläum mit einem Spielfest auf dem Homburgsportplatz. Alle Stahringer Haushalte und Gäste erhielten gratis eine Broschüre mit allen Gruppen und Mannschaften in Wort und Bild, ähnlich wie beim 60-jährigen Geburtstag 1980.

Der TSV im neuen Jahrtausend

Die Erfolge unserer Leichtathleten setzten sich auch im neuen Jahrtausend fort. So erzielte Katrin Weprich, geb. Merk bei den Deutschen Meisterschaften der Schüler/innen am 13./14. Juli 2002 in Illertissen im Siebenkampf den 3. Platz!